Wasserschaden in der Wohnung, Eimer fängt tropfendes Wasser auf
Ratgeber · Notfall

Wasserschaden: Diese 3 Schritte zuerst

Ein geplatzter Schlauch wartet nicht auf Öffnungszeiten. Was Sie in der ersten Viertelstunde tun, bestimmt, wie groß der Schaden am Ende wird. Hier sind die drei Handgriffe, die wir jedem Anrufer als Erstes erklären.

DDDietrich DarjewInhaber · 10. Juni 2026 · 5 Min. Lesezeit

Der Schlauch der Spülmaschine platzt am Feiertag, das Eckventil tropft seit Tagen unbemerkt, oder bei einem Sommergewitter drückt Wasser durch die Kellerwand. In solchen Momenten zählt weniger, warum es passiert ist, sondern was Sie jetzt sofort tun.

Aus hunderten Einsätzen in Freiburg und Umgebung wissen wir: Wer die ersten drei Schritte in der richtigen Reihenfolge abarbeitet, spart sich später Wochen an Trocknung und viel Geld. Genau diese Reihenfolge gehen wir hier durch.

Schritt 1: Haupthahn zudrehen

Bevor Sie fotografieren, telefonieren oder Möbel retten: Stellen Sie das Wasser ab. Jeder Liter, der nachläuft, verlängert später die Trocknung. Der Absperrhahn sitzt in Einfamilienhäusern fast immer im Keller neben der Wasseruhr, in Wohnungen häufig im Bad oder in der Küche hinter einer Revisionsklappe.

Übrigens: Auch ein tropfendes Eckventil unter der Spüle hat einen eigenen kleinen Absperrhahn. Bei punktuellen Lecks reicht es oft, nur diesen zuzudrehen, dann bleibt der Rest des Haushalts versorgt.

Schritt 2: Sicherungen raus

Steht Wasser auf dem Boden, hat Strom dort nichts mehr verloren. Schalten Sie im Sicherungskasten die Stromkreise der nassen Räume ab, bevor Sie den Bereich betreten oder Geräte anfassen. Was harmlos aussieht, kann über Mehrfachsteckdosen und Bodendosen unter Spannung stehen.

„Der gefährlichste Moment ist oft nicht der Schaden selbst, sondern die erste Aufräumaktion. Deshalb sagen wir am Telefon immer zuerst: Sicherung raus, dann reden wir weiter."

Bei Brandgeruch, zischenden Geräuschen oder Wasser in der Nähe des Zählerschranks gilt: raus aus dem Raum und die 112 wählen. Kein Sanierungstermin ist so dringend wie Ihre Sicherheit.

Schritt 3: Alles festhalten, bevor Sie aufräumen

Ist die Lage gesichert, greifen Sie zum Handy. Ihre Versicherung will später nachvollziehen können, was passiert ist und wie groß der Schaden war. Je vollständiger Ihre Aufnahmen, desto reibungsloser läuft die Regulierung.

  • Einmal durchfilmen: Gehen Sie langsam mit der Handykamera durch alle betroffenen Räume, danach Detailfotos von Austrittsstelle, Böden, Wänden und Möbeln.
  • Nichts vorschnell entsorgen: Durchnässte Gegenstände aufbewahren oder wenigstens fotografieren, bevor sie in den Container wandern.
  • Kurzes Gedächtnisprotokoll: Wann bemerkt, was unternommen, wer informiert. Zwei Sätze mit Uhrzeit genügen, dazu die formlose Erstmeldung an die Versicherung.

Vier Reflexe, die den Schaden vergrößern

Manche Reaktionen sind menschlich nachvollziehbar und trotzdem kontraproduktiv. Diese vier begegnen uns bei Einsätzen immer wieder.

Heizlüfter aufstellen

Warme Luft ohne Entfeuchtung treibt die Nässe nur tiefer ins Bauteil und begünstigt Schimmel.

Auf eigene Faust stemmen

Ohne Leckortung wird oft an der falschen Stelle geöffnet. Solche Zusatzschäden zahlt keine Versicherung gern.

Möbel sofort einräumen

Unter Schränken trocknet der Boden zuletzt. Wer zu früh zurückstellt, riskiert Stockflecken.

Erstmal abwarten

Feuchtigkeit wandert. Aus einem nassen Quadratmeter werden in einer Woche drei. Lieber einmal zu früh anrufen.

Notdienst oder normaler Termin?

Läuft aktiv Wasser, tropft es aus der Decke oder steht der Keller unter Wasser, ist das ein Fall für den Notdienst, egal zu welcher Uhrzeit. Auch wenn sich ein feuchter Bereich innerhalb weniger Tage sichtbar ausbreitet, sollten Sie nicht warten.

Ein alter Wasserfleck dagegen, der seit Monaten unverändert aussieht, darf auf einen regulären Termin warten. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie kurz durch. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob es eilt.

Das Wichtigste in einem Satz

Haupthahn zu, Sicherung raus, Handy raus, mehr müssen Sie in den ersten Minuten nicht leisten. Für alles danach gibt es uns: Wasserschadensanierung in Freiburg mit Leckortung, Trocknung und Abstimmung mit Ihrer Versicherung. Was die Suche nach der undichten Stelle kostet, haben wir im Beitrag Was kostet eine Leckortung? aufgeschlüsselt.

Häufige Fragen

Was mache ich als Allererstes, wenn Wasser austritt?

Drehen Sie den Haupthahn zu und nehmen Sie die Sicherungen der nassen Räume heraus. Alles Weitere, also Fotos, der Anruf beim Fachbetrieb und die Meldung an die Versicherung, hat danach Zeit.

Muss ich erst die Versicherung fragen, bevor der Fachbetrieb kommt?

Nein. Bei laufendem Wasser gilt die Schadenminderungspflicht: Sie dürfen und sollen sofort einen Fachbetrieb rufen. Die Versicherung informieren Sie parallel, für die Erstmeldung genügt ein kurzer Anruf oder eine formlose Mail.

Reicht es, wenn ich das Wasser gründlich aufwische?

Sichtbare Nässe können Sie aufnehmen, das entlastet den Boden. Was bereits in Estrich, Dämmung oder Wand gezogen ist, bekommen Sie mit Lappen und Heizlüfter nicht mehr heraus. Dafür braucht es eine technische Trocknung mit Messprotokoll.

Wie schnell kommen die Wasserschadenhelden?

Unser Notdienst ist rund um die Uhr besetzt. Bei akuten Schäden in Freiburg und Südbaden sind wir in der Regel innerhalb weniger Stunden vor Ort, auch nachts und am Wochenende.

Kann ich während der Sanierung in der Wohnung bleiben?

Meistens ja. Nur bei sehr großen Schäden oder wenn Schimmelbereiche abgeschottet werden müssen, ist eine vorübergehende Unterkunft sinnvoll. Ist der Schaden versichert, übernimmt die Versicherung diese Kosten üblicherweise.

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Unser Notdienst ist rund um die Uhr für Sie da. Wir stoppen den Schaden, trocknen fachgerecht und klären die Abwicklung direkt mit Ihrer Versicherung, in Freiburg und ganz Südbaden.