3. April 2026 · 7 Min. Lesezeit
Freiburg im Breisgau ist eine Stadt mit beeindruckender Altbausubstanz. Von den Gründerzeitvillen in der Wiehre über die historischen Bürgerhäuser in der Innenstadt bis zu den Jugendstilbauten in Herdern — Altbauten prägen das Stadtbild. Doch genau diese historischen Gebäude sind besonders anfällig für Wasserschäden.
In diesem Ratgeber erklären wir, warum Altbauten besondere Risiken bergen, welche Schwachstellen typisch für Freiburger Altbauten sind und was bei der Sanierung beachtet werden muss.
Altbauten — in der Regel Gebäude, die vor 1949 errichtet wurden — unterscheiden sich in ihrer Bausubstanz grundlegend von modernen Gebäuden. Diese Unterschiede machen sie anfälliger für Wasserschäden und erschweren gleichzeitig die Sanierung.
In vielen Freiburger Altbauten liegen noch Originalrohre aus Blei, verzinktem Stahl oder altem Kupfer. Nach 50 bis 100 Jahren Nutzung sind diese Leitungen stark korrodiert. Innere Ablagerungen verengen den Querschnitt, Schwachstellen werden zu Rissen. Undichte Verbindungsstellen lassen Wasser oft jahrelang unbemerkt in Wände und Böden sickern.
Moderne Gebäude verfügen über horizontale und vertikale Sperrschichten gegen aufsteigende Feuchtigkeit. In Altbauten fehlen diese Abdichtungen oft völlig. Feuchtigkeit steigt kapillar aus dem Erdreich in die Wände auf — besonders im Kellergeschoss und in den unteren Wandbereichen der Erdgeschosswohnungen.
Historischer Kalkputz, Lehmwände, Holzbalkendecken und Natursteinmauerwerk speichern Feuchtigkeit deutlich länger als moderne Baustoffe. Was in einem Neubau innerhalb von Tagen trocknet, kann in einem Altbau Wochen dauern. Und je länger die Feuchtigkeit bleibt, desto höher das Schimmelrisiko.
Altbauten haben oft komplexe Wandaufbauten mit Hohlräumen, Zwischendecken und verkleideten Leitungsschächten. Wasser kann sich in diesen Hohlräumen sammeln und ausbreiten, ohne dass der Bewohner etwas bemerkt. Die Entdeckung erfolgt oft erst, wenn der Schaden bereits fortgeschritten ist.
Freiburgs verschiedene Stadtviertel weisen unterschiedliche Bausubstanzen auf. Wir kennen die typischen Schwachstellen aus jahrelanger Erfahrung vor Ort.
Die Wiehre ist geprägt von repräsentativen Gründerzeitgebäuden aus den 1880er bis 1910er Jahren. Typische Probleme: Steigleitungen aus Blei in den Treppenhäusern, Holzbalkendecken mit Schlackefüllung, die Feuchtigkeit wie ein Schwamm aufsaugen, und Stuckdecken, die bei Feuchtigkeit irreparabel geschädigt werden können.
In Herdern finden sich elegante Villen und Mehrfamilienhäuser aus der Jahrhundertwende. Hier sind die Kellergeschosse häufig betroffen — fehlende Horizontalsperren und alter Natursteinmauerwerk begünstigen aufsteigende Feuchtigkeit. Zudem führen verwinkelte Leitungsführungen oft zu versteckten Leckagen.
Die Freiburger Innenstadt beherbergt einige der ältesten Gebäude der Stadt. Hier kommt häufig Fachwerk vor, das bei Feuchtigkeit besonders empfindlich reagiert. Holzbalken quellen auf, verlieren ihre Tragfähigkeit und bieten idealen Nährboden für Holzschädlinge und Schimmel.
Die Sanierung eines Wasserschadens im Altbau erfordert besonderes Fachwissen und andere Methoden als bei modernen Gebäuden.
Viele Freiburger Altbauten stehen unter Denkmalschutz. Das bedeutet: Sanierungsmaßnahmen müssen mit der unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Originalsubstanz wie Stuckdecken, historische Fliesen, Holzintarsien oder Natursteinböden muss nach Möglichkeit erhalten bleiben. Das erfordert besondere Sorgfalt und oft aufwendigere Verfahren.
In einem Neubau kann man durchfeuchteten Gipskarton einfach herausreißen und ersetzen. In einem Altbau mit 120 Jahre altem Kalkputz ist das keine Option. Hier muss die historische Substanz schonend getrocknet und restauriert werden. Das dauert länger, ist aufwendiger — aber bewahrt den Charakter und den Wert des Gebäudes.
Moderne Baustoffe wie Gips- oder Zementputz sind in vielen Altbauten kontraproduktiv. Historisches Mauerwerk braucht diffusionsoffene Materialien wie Kalkputz und Kalkmörtel, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Der Einsatz falscher Materialien kann zu Feuchtigkeitsstau und langfristigen Schäden führen.
Bei der Leckortung in Altbauten setzen wir zerstörungsfreie Verfahren ein — Infrarotkameras, Akustik-Sensoren und Feuchtigkeitsmessgeräte. So finden wir die Ursache, ohne die historische Substanz zu beschädigen.
Vorbeugen ist günstiger als Sanieren. Mit diesen Maßnahmen minimieren Sie das Wasserschadenrisiko in Ihrem Altbau:
Lassen Sie die Wasserleitungen in Gebäuden vor 1970 alle 10 Jahre professionell inspizieren. Bei Bleirohren oder stark korrodierten Stahlleitungen empfehlen wir den zeitnahen Austausch — bevor ein Rohrbruch den Schaden vervielfacht.
Sie besitzen oder bewohnen einen Altbau in Freiburg und machen sich Sorgen um Ihre Wasserleitungen? Die Wasserschadenhelden kennen die typischen Schwachstellen Freiburger Altbauten und beraten Sie gerne — kostenlos und unverbindlich.
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